Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Die Stimmen gegen die Repression vervielfältigen!

Am Samstag, den 15. Dezember findet die Demonstration gegen Repression und den §129a statt. Sie soll über Jungfernstieg und die Mönckebergstrasse führen. Es ist zu erwarten, dass dieser Weg nicht genehmigt und die Demo um den politischen Raum der Innenstadt herumgeleitet wird. Deshalb lädt FSK dazu ein, die Stimmen der Demo eben dort hörbar zu machen. Parallel zur Demo wird eine Sendung ausgestrahlt, die nur mit Radios in die Stadt getragen werden muß. Wenn sich mehrere Radios einander nähern, entsteht eine unsichtbare Demonstration, die sich schnell wieder verfl üchtigen kann. Weihnachten ist die Zeit der großen Einkaufstüten, ideal für laute Radios. Und zu zweit oder zu dritt trägt sich ein Radio leichter durch die Stadt.

Mehr Infos im Transmitter (Programmzeitung FSK) vom Dezember,
auf der FSK Homepage (www.fsk-hh.org) und auf FSK.

Infotreffen: Freitag 14.12.2007, 18 Uhr
im FSK, Eimsbüttler Chaussee 21.

Sendung: Samstag 15.12.2007
ab 14 Uhr auf FSK, 93,0 Mhz.

Stay tuned.

12.12. – Infoveranstaltung zu dem im Knast sitzenden Antifaschisten Christian aus Berlin

Infoveranstaltung zu dem im Knast sitzenden Antifaschisten Christian aus Berlin
19 Uhr in der SchwarzenKatze
Christian wurde am 1.Mai 2004 erstmals festgenommen und saß seitdem mehrmals in Untersuchungshaft. Da Christian immer noch im Knast sitzt informieren wir euch, mit einer Referentin aus Berlin, über die Hintergründe und den aktuellen Stand.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Make up your mind“, die sich vorwiegend an Jugendliche richtet.
Weitere Infos unter makeupyourmind.blogsport.de

[aujah]- autonome Jugendantifa Hamburg

12.12. – Veranstaltung: „Die gefühlte Innere Sicherheit“

„Die gefühlte Innere Sicherheit“. Eine Veranstaltung im Rahmen der Antirepressionskampagne Hamburg, mit Thomas Ebermann, Erdmann Prömmel und Dr. Oliver Tolmein.
Mittwoch, 12.12.2007, 19:30 Uhr im Übel&Gefährlich

Im Zusammenhang mit dem diesjährigen G8-Gipfel in Heiligendamm kam es zu einer breit angelegten staatlichen Repressionswelle gegen linke Strukturen, Zusammenhänge und Einzelpersonen. Erklärt wurde dieses Vorgehen mit einem Kampf gegen den Terrorismus. Eingebettet in den fortschreitenden Umbau des bestehenden Rechtssystems, hin zu einer umfassenden, präventiv agierenden Justiz und Exekutive, wurde mit diesem Vorgehen nicht nur versucht, gezielt den Widerstand gegen den G8-Gipfel massiv einzuschränken und unabhängige antifaschistische Strukturen auszuforschen und lahmzulegen, sondern auch auszuloten, in wiefern die Einschränkungen und Ausserkraftsetzungen von bestehenden Grund- und persönlichen Freiheitsrechten überhaupt noch einen gesellschaftlichen Widerspruch hervorrufen. Dieser Umbau folgt einer Logik: die Aufrechterhaltung des Friedens mit den Verhältnissen im Inneren des Staates, die Beibehaltung des Schweigens als Konsens.

Dieser Umbau, seine Logik und die Gründe, sein Ablauf und seine (gewollten) Begleiterscheinungen sind Thema der Veranstaltung „Die gefühlte Innere Sicherheit“, durch die uns der Publizist Thomas Ebermann, der Kriminologe Erdmann Prömmel sowie der Rechtsanwalt und Publizist Oliver Tolmein führen werden.

13.12. -Veranstaltung: Sicherheitsarchitektur bei polizeilichen Großlagen

»Sicherheitsarchitektur bei polizeilichen Großlagen«um 19 Uhr in der Roten Flora
Risk Control, Internationale Polizeikooperation, Handhabung von Menschenmassen, neue Sicherheitstechnologie

In den letzten 3 Jahren hat es einen Schub zur Vernetzung und Kooperation internationaler Polizeibehörden gegeben. Europaweit werden Gesetze zu mehr Überwachung angeglichen. Neue Polizeiinstitute beraten über die Vernetzung von Datenbanken. Forschungsprogramme sollen Methoden entwickeln, um “sicherheitskritisches Verhalten” früh zu erkennen und diskret zu beseitigen. Auf überregionalen Konferenzen beraten sogenannte “Verbindungsbeamte” in “Closed door meetings” über grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Mehrere Institute bieten Beratung zur “Sicherheitsarchitektur” bei Gipfeltreffen oder Sportereignissen an. Ein zentrales Thema dabei ist die “Handhabung von Menschenmassen” (“Crowd Management”). Es gibt inoffizielle “Handbücher für Sicherheitsfragen” bei G8-Gipfeln.
Auf der Veranstaltung geben wir einen Überblick über die “Sicherheitszusammenarbeit” auf europäischer sowie internationaler Ebene. Mittels Vortragsmaterial des “Europäischen Polizeikongress” stellen wir neue Technologie, Institute und Konferenzen vor. Im Anschluss gibt es letzte Infos zur Demo vom 15.12. und dem in diesem Rahmen stattfindenden Demonstrationskonzept »Out of Control«. »Out of Control« ist keine Gruppe oder ein fertiges Konzept, sondern ein Label und Ereignisraum für Protestformen, die sich der begleitenden Sicherheitsarchitektur während Demonstrationen entziehen. »Out of Control« ist ein Teil der Demonstration, geht bewußt außerhalb von Polizeispalieren und ist ein Raum für Kunst, Kultur und autonome Praxis im Elchtest mit dem Sicherheitsstaat.

Im Rahmen der Mobilisierung zur bundesweiten Antireppressionsdemo am 15. Dezember 2007 in Hamburg und der Kampagne gegen den “11. Europäischen Polizeikongreß” vom 29.-30. Januar 2008 in Berlin.
Gipfelsoli Infogruppe [ Berlin ]
Out of Control [ Hamburg ]

28.11. – Veranstaltung: §129a – historische Hintergründe und Auswirkungen auf unsere heutige politische Praxis

§129a – historische Hintergründe und Auswirkungen auf unsere heutige politische Praxis
um 19 Uhr in der SchwarzenKatze
Der §129a hat in diesem Jahr für viel Wirbel in der linksradikalen Szene Hamburgs gesorgt. Mit dieser Veranstaltung wollen wir die geschichtlichen Hintergründe für die Schaffung des Paragraphen beleuchten und Auswirkungen auf unsere politische Arbeit untersuchen.

[aujah]- autonome Jugendantifa Hamburg
Mit Referent_innen der Roten Hilfe

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Make up your mind“, die sich vorwiegend an Jugendliche richtet.
Weitere Infos unter makeupyourmind.blogsport.de

27.11. – Veranstaltung: Trojaner, Wanzen, Online Durchsuchungen

Di. 27.11.2007, 19 Uhr Rote Flora
Wolfgang im Wunderland

Online Durchsuchung, Vorratdatenspeicherung und Telefonüberwachung. Anhand eines aktuellen Falles wollen wir zeigen, wie Überwachung durch Ermittlungsbehörden derzeit aussieht. Anhand der Beispiele Online Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung werden wir einen Ausblick darauf bieten, wie die Überwachungspraxis sich zukünftig entwickeln wird.

1.12. – Veranstaltung: Beugehaft/Carsten

Veranstaltung mit Carsten aus den Magdeburger §129a Verfahren
um 19 Uhr in der Hafen VoKü

Für viele AktivistInnen bedeutet eine drohende Beugehaft, dass sie das erste mal direkt mit der Vorstellung in den Knast zu gehen konfrontiert sind. Klar bei jeder Demo, oder anderen Aktion kann auch was schief gehen und auch da ist
oft Knast im Bereich des möglichen, aber während da die meisten mit der „wird schon alles gut gehen…“ – Mentalität rangehen, rückt hier ein Termin unausweichlich näher. Dann rattert auf einmal der Kopf, was ist damit alles verbunden, was sind die Konsequenzen die daraus entstehen können –
und da gibt es einiges. Kinder, Familie und FreundInnen nicht sehen zu können, der Verlust des Arbeitsplatzes, hält die Liebesbeziehung das aus, Angst vor der Einsamkeit, Angst vor dem Knast u.s.w.. Die eigenen Vorstellungen vom Knast und Knastalltag sind oft sehr wage und lassen einem jede menge Spielraum für die eigene Phantasie, Mensch kennt
schlechte Filme über Knäste und dann gibt es auch noch jede menge Bücher von ehemaligen politischen Gefangenen, aber diese sind meist aus den 80´ern.

Der Druck wächst
Je näher der Termin rückt umso größer wird der Druck. Es ist immer schnell und leicht gesagt „Na klar, verweigere ich die Aussage“, aber so klar ist das alles meist nicht. Jetzt ist ein Umfeld gefragt, wo Mensch sich frei äußern und die eigenen Ängste reden kann. Die Auseinandersetzungen sind wichtig, denn sie schaffen Klarheit. Es ist aber genau so wichtig, sich anzuschauen was passiert, wenn Mensch Aussagen machen will. Wie viel von einem selbst, von seinen eigenen Idealen, von seiner politischen Identität gibt Mensch auf. Oft denken Menschen auch, es wird schon nicht so schlimm und hofft, das die Keule Beugehaft an einem vorbeischrammt, oder die Fragen harmlos sind. Dazu kann Mensch nur sagen, stellt euch immer darauf ein dass der Staat sich seiner Mittel bedient, denn ansonsten würde es sie nicht mehr geben. Außerdem:
-Es gibt keine harmlosen Aussagen
-Es gibt keine banalen Fragen
Wie diese ganze Diskussionen in Magdeburg und bei mir gelaufen sind, wie wir zu dem Ergebnis gekommen sind uns kollektiv zu verweigern und wie wir dann auch mit den Konsequenzen umgegangen sind – darüber werde ich
erzählen…

6.12. – Veranstaltung: Polizeigewalt, Wanderkessel, Gefährdenansprache… Was steckt hinter den Polizeikonzepten, handelt es sich bei polizeilichen Gewaltexzessen um Ausrutscher oder steht ein Konzept dahinter?

Dieser und vielen anderen Fragen rund um das Thema Ploizeigewalt werden Andreas Blechschmidt (Hamburg) und Fabian Kunow von der „Matti-Soligruppe“ (www.freiheitfuermatti.com) aus Berlin nachgehen. Neben dem Aufzeigen unterschiedlicher Polizeistrategien soll es auch darum gehen, Möglichkeiten der Gegenwehr zu diskutieren. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Hamburger Antirepressionskampagne statt.

06.Dezember 19Uhr im Übel& Gefährlich

Eintritt frei, Spenden werden dankend angenommen!

6.12. – Veranstaltung: Anna und Artur halten immer noch das Maul

Veranstaltung zur Bedeutung des §129a und Aussageverweigerung als politisches Mittel gegen staatliche Repression
Donnerstag 6. Dezember, 19 Uhr Libertäres Zentrum (LiZ)

Angesichts der Masse von aktuellen Vorladungen und drei laufenden §129a Verfahren und angesichts einer politischen Situation, in der staatliche Repression gegenüber linksradikalen Mobilisierungen immer mehr in den Vordergrund rückt, wird klar, dass eine Diskussion über Aussageverweigerung und vor allen Dingen eine kollektive Praxis überfällig und absolut notwendig ist.

Aussageverweigerung ist bedeutend mehr als eine Taktik im Umgang mit der bürgerlichen Justiz. Nichts zu sagen, ist ein politisches Mittel im Kampf gegen staatliche Repression und ein Ausdruck der Ablehnung dieses Systems. Warum sollten wir uns von Bullen oder StaatsanwältInnen über GenossInnen, FreundInnen, politische Strukturen oder unser Lebensumfeld ausfragen lassen? Warum sollten wir einer staatlich erzwungenen Denunziationspflicht nachkommen? Jede Information, die der Staatsschutz nicht hat, schützt einzelne Menschen, aber auch ganze Strukturen und Zusammenhänge. Es gibt für Bullen und Justiz keine unwichtigen Aussagen. Jede Information, die sie haben, werden sie auch verwenden. Und zwar immer gegen uns.
Genau darum geht es: der gegenseitige Schutz vor Verfolgung und Repression darf nicht vor dem Gerichtssaal oder Verhörraum enden. Genauso wie Repression insgesamt muss Aussageverweigerung Thema sein und bleiben. Wenn wir unsere Politik ernstnehmen, müssen wir auch die Reaktion des Staatsapparates ernstnehmen.
Diskussionen über kollektive Aussageverweigerung sind eine existentielle Notwendigkeit. Sie muss in der gesamten Linken geführt werden.

Im Rahmen der Veranstaltung werden wir die politische, aber vor allen Dingen die praktische Bedeutung des §129a als wesentlichen Staatsschutzparagrafen der bürgerlichen Justiz darstellen.
Im Mittelpunkt aber wird das Thema der kollektiver Aussageverweigerung stehen. Welche Bedeutung hat Aussageverweigerung politisch und vor allen Dingen, was bedeutet Aussageverweigerung praktisch.

Donnerstag 6. Dezember, 19 Uhr Libertäres Zentrum (LiZ).
Antirepressionsgruppe Hamburg

7.12. – Veranstaltung: Migration und Repression

Von Residenzpflicht, Lagerunterbringung und Verbot der politischen Betätigung – Repression gegen Migrant_Innen.
um 19 Uhr in der Roten Flora
Der Alltag von Menschen ohne deutschen Pass in der brd ist bestimmt von einer Vielzahl von repressiven Sondergesetzen. Beispiele hierfür sind die sog. Residenzpflicht und die zwangsweise Unterbringung in Lagern. Diese Form des institutionalisierten Rassismus hat vor allem eine Kontrollfunktion und soll die „Ausreisewilligkeit“ der Betroffenen erhöhen, indem ihnen jegliche Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene Zukunft verwehrt werden. Migrant_Innen sind vor diesem Hintergrund außerdem einer Reihe von Gesetzen und staatlichen Maßnahmen ausgesetzt, die eine politische Betätigung weit über das ohnehin schon übliche Maß hinaus erschweren bzw. diese ganz verhindern sollen
Die Veranstaltung gibt einen allgemeinen Überblick über die Situation von Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus und beschreibt am Beispiel des Widerstandes gegen die Residenzpflicht und das Lagersystem die Repression gegen politisch aktive Migrant_Innen. Hierbei sollen auch Parallelen und Unterschiede zum derzeitigen staatlichen Umgang mit der nichtmigrantischen radikalen Linken zur Diskussion gestellt werden.