Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

8.12. Berlin: One struggle One fight

One struggle One fight –
Für autonome Freiraume und Selbstorganisation,
Gegen Herrschaft und Kapitalismus.

Berlin, Ende 2007: Die Lage in der Stadt verschlechtert sich kontinuierlich. In dieser Stadt, die vor einigen Jahren noch eine Squater_Innen-Hochburg war, sind heute nur noch einige wenige Freiräume übrig geblieben. Hausprojekte, Wagenplätze, autonome Jugendclubs usw. verschwinden langsam – und oftmals fast ohne Widerstand – unter dem Druck des Staates, der kapitalistichen Verhältnisse und deren Akteur_Innen. Der Prozess, der Gentrification genannt wird, verändert schnell und gnadenlos ganze Bezirke, um Platz für Yuppies, Investor_Innen, alternative Künstler_Innen und andere Menschen, die sich in der Mainstream-Gesellschaft zu Hause fühlen, zu schaffen. Für selbstorganisierte, unkommerzielle und antiautoritäre Räume scheint bald kein Platz mehr zu sein. Trotzdem gibt es immer noch vielerorts Zeichen von aktivem Widerstand. Spätestens seit den Riots letzten Dezember in Kopenhagen und durch den aktiven Kampf um das Ungdomshuset, ist in Deutschland – wie auch international – die etwas verschlafene Freiräumebewegung wieder in die Offensive gegangen. Neben der Tatsache, dass viele solidarische Aktivist_Innen von Deutschland nach Kopenhagen gereist sind, haben in mehr als 30 deutschen Städten Soli-Aktionen stattgefunden. Darunter 2 Aktionswochen in Berlin, wo wir mit einer grossen, kraftvollen und entschlossenen Demo die City gerockt und uns den öffentlichen Raum für unkontrollierbare, spontane und direkte Aktionen zurückerobert haben.
Rigaer94/Kadterschmiede, Köpi, Bethanien, Schwarzer Kanal, Liebig 14, Liebig 34/XB und Infoladen Daneben, Linienhöfe und die Brunnen183/Umsonstladen sind einige der Projekte die von Räumung bedroht sind: Nur durch eine aktive, entschlossene und solidarische Bewegung kann erreicht werden, dass diese Freiräume erhalten bleiben.
Wir wollen weiter in die Offensive gehen, um für das Fortbestehen unserer Freiräume und die Schaffung neuer Räume zu kämpfen: Der Stadt wieder die Zähne zeigen und klar machen, dass jede Räumung ihren Preis hat!
Deshalb rufen wir für den 8. Dezember, knapp 1 Jahr nach dem „Final Battle“ in Kopenhagen, zu einer Demo auf, um den ruhigen Winterschlaf von Investor_Innen, Yuppies und Stadtbauplaner_Innen gemeinsam zu stören. Ihr seid darum alle herzlich eingeladen nach Berlin zu kommen, um eurer Wut und Unzufriedenheit über die herrschenden Verhältnisse unmissverständlich Ausdruck zu verleihen.

Aktive Solidarität mit allen bedrohten autonomen Projekten in Berlin und weltweit!
autonome Freiräume erkämpfen und verteidigen!

Freiraum-Demonstration:
8.Dezember 2007 * Berlin * 18 Uhr * Rosentahler Platz

Check: http://onestruggle.blogsport.de/

Weitere Termine:

Antirepressions-Demonstration:
15.Dezember 2007 * Hamburg * 13 Uhr * Rote flora * S-Bhf. Sternschanze

Internationaler Polizeikongress:
25. – 30. Januar 2008 * Berlin * Aktionstage gegen Repression & Polizeistaat

8.12. – Veranstaltung: Out of Action

Informationsveranstaltung von Out of Action – Emotionale Erste Hilfe zum Thema Traumatisierung durch Gewalt im Rahmen politischer Arbeit

Ein Trauma kann vieles sein, durch vieles ausgelöst werden und sich in verschiedenster Form ausdrücken-

Der Ursprung eines Traumas ist nicht immer ein klar benennbarer Zeitpunkt in Form einer Aktion oder Demonstration, sondern er kann in einem längst vergessenen und unauffälligem Moment liegen, sich aber in seinen Auswirkungen in unbestimmte Länge ziehen. Das deutlichste Indiz ist die Angst, die den Alltag dominiert und somit mensch regiert. Sie kann häufig nicht verarbeitet werden und bestimmt damit die Wahrnehmung, verzehrt diese, führt dazu, dass mensch Mauern errichtet, die vor der Welt schützen sollen, und dass sich mensch dabei aus seinem eigenem Leben zurückzieht, aus Angst vor einer Auseinandersetzung mit dem Erlebten- hier setzt die Arbeit von Out of Action an.
Unser Ziel ist es von AktivistInnen für AktivistInnen Emotionale Erste Hilfe zu leisten.
In unserer Informationsveranstaltung möchten wir euch unsere Arbeit vorstellen, indem wir unsere Zeit im Convergence Center Hamburg und auf dem Gipfel reflektieren, sowie die Perspektiven unserer Arbeit vorstellen wollen.
Wir lehnen eine Stigmatisierung zum unerschütterlichen Revolutzer-Aktivisten ab und erkennen mensch als ein Individuum an, dass sowohl physisch als auch psychisch durch Repressalien erschüttert und verletzt werden kann.
Darum möchten wir darstellen, was ein Trauma eigentlich ist, und warum Traumatisierungen in der politischen Arbeit stets präsent sind. Aufbauend darauf werden wir Hinweise geben, inwiefern mensch als Individuum und als Teil einer Gruppe mit dem Thema Repression und Trauma umgehen sollte, um auch zukünftig wieder aktiv zu bleiben und wieder zu werden.

Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich erscheint, denn die Auseinandersetzung mit psychischen Stress durch Polizeit etc. gebührt ebenso eine Prägnanz wie die Repression durch Gesetze, physische Gewalt auf Demos, Überwachung usw.--- nicht zuletzt die 129a-Verfahren belegen dies.

um 19 Uhr in der Hafenvokü (St.Pauli-Hafenstraße)